Die Stadt informiert die Medien regelmäßig über die Dinge, die in Kamen anstehen und passieren.
Die Stadt informiert die Medien regelmäßig über die Dinge, die in Kamen anstehen und passieren.
03.07.2026
Kamen. Wegen Arbeiten an einem Kanalanschluss wird die Lünener Straße in Höhe Lidlmarktes für den Verkehr halbseitig gesperrt. Ab Montag, 6. Juli und voraussichtlich für eine Woche werden hier Arbeiten an den Versorgungsleitungen durchgeführt. Anwohner werden zuvor über die Baumaßnahme und die dadurch entstehenden Einschränkungen von Bauleiter vorab informiert. Aus Sicherheitsgründen wird die Geschwindigkeit im Baustellenbereich auf 30km/h begrenzt.
02.07.2026
Kamen. Am Donnerstag, 2. Juli wird der beliebte Rad- und Wanderweg in Methler, der sogenannte Salzweg, wegen Sanierungsarbeiten voll gesperrt und mit einer neuen Deckschicht versehen. Eine Umleitung wird ausgeschildert.
01.07.2026
Kamen. Auf Grund eines Kanalschadens muss die Grillostraße in Höhe der Otto-Hue-Straße voll gesperrt werden. Dort ist ein Kanalstück eingebrochen und aus Sicherheitsgründen wird dieser Bereich komplett gesperrt.
01.07.2026
Interne Systeme vorsorglich vom Netz genommen
Kamen (GSW). Nach dem Cyberangriff auf die Gemeinschaftsstadtwerke Kamen, Bönen, Bergkamen läuft die Aufarbeitung des Vorfalls weiter auf Hochtouren. Gemeinsam mit externen IT-Sicherheitsexperten sowie dem eingeschalteten Landeskriminalamt wurden bereits alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen. So wurden alle internen Systeme und Applikationen vorsorglich vom Netz genommen. Das hat Auswirkungen auf die Kundinnen und Kunden der GSW.
So können die regulären Abschläge zum 01. Juli 2026 nicht wie gewohnt vom Konto eingezogen werden. Kundinnen und Kunden können ihre Abschläge unter Angabe des Namens, der Kundennummer und Rechnungseinheit überweisen. Diese Angaben sowie die Bankverbindung der GSW können der letzten Abrechnung oder der Vertragsbestätigung entnommen werden. Nicht überwiesene Abschläge werden zu einem späteren Zeitpunkt, wenn Einzüge wieder möglich sind, von den GSW eingezogen.
Den GSW ist bewusst, dass die Kunden im Zusammenhang mit dem Cyberangriff viele Fragen haben. Die Kundencenter sind zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Alle Anliegen können dort ausschließlich aufgenommen werden. Eine Aufarbeitung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt. Da die internen Systeme vom Netz genommen worden sind, ist die Erreichbarkeit per Telefon und E-Mail aktuell gestört. Die wichtigsten Fragen und aktuell möglichen Antworten sind auf der Webseite der GSW zu finden.
In den GSW-Bädern ist bargeldlose Bezahlung aktuell nicht möglich. Dies gilt auch für die Gastronomie in allen drei Einrichtungen. Im Häupenbad und Sesekebad wird eine reduzierte Variante der Speisekarte angeboten.
Die GSW halten ihre Kunden über die weiteren Entwicklungen auf ihrer Internetseite, in den Kundencentern sowie in den sozialen Medien auf dem Laufenden.
30.06.2026
Kamen. In eine kreative Instrumentenbau-Werkstatt verwandelte sich jetzt der Giebelsaal der Musikschule. Unter der Leitung ihrer Dozentin Birgit Nakken gestalteten die jüngsten Nachwuchsmusiker mit viel Neugier, Kreativität und Begeisterung ihre eigenen Blumentopftrommeln.
Das Projekt startete mit dem eigentlichen Bau der Instrumente. Die Basis bildeten einfache Tontöpfe. Die größte Herausforderung für die kleinen Hände der Musikzwerge war das Bespannen der Trommelöffnung. Schicht für Schicht wurden zugeschnittene Kreise aus Butterbrotpapier mit reichlich Tapetenkleister bestrichen und straff über den Topfrand gezogen. Durch das Übereinanderlegen von mehreren Papierlagen trocknet das Material extrem stabil ab. Die Familien bewiesen dabei viel Geduld und spürten hautnah, wie aus einfachen Alltagsmaterialien die Grundform eines echten Musikinstruments entsteht.
Am zweiten Termin folgte die kreative Gestaltung. Mit Pinseln, bunten Farben und viel Fantasie verzierten die Kinder die Tontöpfe nach ihren eigenen Vorstellungen. In kurzer Zeit entstanden echte Unikate – von kunterbunten Streifenmustern bis hin zu bunten Blumenwiesen. Ein Tabaluga stand ebenfalls Modell für zwei Trommeln.
Zum Abschluss begleitete die gesamte Gruppe bereits ein erstes einfaches Rhythmuslied auf den selbstgebauten Blumentopftrommeln. „Die Kinder entdecken schnell, dass Schläge in die Mitte einen tiefen, satten Ton erzeugen, während das Tippen am Rand eher hell klingt“, erklärt Birgit Nakken.
Das Projekt war ein voller Erfolg! Es hat den Kindern gezeigt, wie viel Freude es macht, Musik von Grund auf selbst zu gestalten. Die bunten Blumentopftrommeln werden ab jetzt fest in den Unterricht der Musikzwerge integriert.
Infobox
Die Musikzwerge der Musikschule Kamen: Hier singen, tanzen und musizieren Kinder von eineinhalb bis vier Jahren in altersdifferenzierten Gruppen gemeinsam mit einer Begleitperson. So werden frühkindliches Lernen und Interaktion gefördert und die Freude an der Musik geweckt. (45 Min./Woche)
30.06.2026
Lachen unter freiem Himmel: Das große „Dicke Lippe Comedy Open Air“ in Kamen steht in den Startlöchern
Kamen. Das Freizeitzentrum (FZ) Lüner Höhe setzt im Sommer einen kulturellen Glanzpunkt für die gesamte Region. Am Freitag, den 10. Juli 2026, verwandelt sich das Außengelände der bekannten Kamener Kultureinrichtung ab 20:00 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr) in eine stimmungsvolle Open-Air-Arena. Bei kühlen Getränken und frisch Gegrilltem präsentiert die etablierte Erfolgsreihe „Dicke Lippe Comedy Show“ ein hochkarätiges Vierer-Line-up der deutschen Stand-up-Szene.
29.06.2026
Kamen (GSW). Aufgrund einer innerbetrieblichen Veranstaltung bleiben das Sesekebad in Kamen und das Saunabad in Bönen am Dienstag (30. Juni) geschlossen. Das Häupenbad in Bergkamen bleibt wie an jedem Dienstag ebenfalls geschlossen.
Die GSW-Kundencenter in Kamen, Bönen und Bergkamen schließen am kommenden Dienstag jeweils um 11.30 Uhr. Viele Anliegen lassen sich weiter rund um die Uhr im Online-Kundencenter unter www.gsw-kamen.de/online-kundencenter sowie in der App „Meine GSW“ erledigen. Alle Informationen zur kostenlosen App gibt’s unter www.gsw-kamen.de/app.
24.06.2026
Kamen. Wegen Abbrucharbeiten an einem Gebäude an der Dortmunder Allee 6 kommt es in Südkamen zu Einschränkungen auf der Borsigstraße. Betroffen ist der Bereich Borsigstraße 1-3b. Die Arbeiten finden von Freitag, 26. Juni, bis voraussichtlich Freitag, 10. Juli, statt.
Im genannten Abschnitt der Borsigstraße ist aufgrund der Arbeiten mit Behinderungen zu rechnen. Radfahrende, die vom Buschweg kommen, werden während der Bauzeit umgeleitet. Die Umleitungsstrecke führt über Borsigstraße – Dortmunder Allee – Unnaer Straße.
Der Gehweg wird im Baustellenbereich voll gesperrt. Für Fußgängerinnen und Fußgänger werden Ausweichwege eingerichtet. Die Stadt Kamen bittet um besondere Rücksichtnahme auf Kinder sowie mobilitätseingeschränkte Personen. Rettungsfahrzeuge können den Bereich weiterhin jederzeit erreichen.
Die Stadt Kamen bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die notwendigen Arbeiten sowie um eine angepasste Fahrweise im Baustellenbereich.
18.06.2026
Kamen. Was passiert, wenn einer Stadt das Geld ausgeht? Dann geraten genau die Bereiche unter Druck, die das Leben vor Ort ausmachen: Schulen und Kitas, Sportstätten sowie Kultur- und Freizeitangebote. Aber auch die Pflege der städtischen Grünanlagen, die Unterhaltung- und Sanierung von Straßen und die Instandhaltung von öffentlichen Gebäuden ist ohne ausreichende finanzielle Mittel für die Kommunen nicht zu stemmen. Während Bund und Länder den Kommunen immer neue Aufgaben übertragen, fehlt vielerorts das Geld, um diese dauerhaft zu finanzieren. Auf diese Entwicklung machen Städte und Gemeinden am 22. Juni bundesweit mit dem Aktionstag „Kommunen am Limit“ aufmerksam.
Initiiert wurde dieser von den drei kommunalen Spitzenverbänden Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund. Gemeinsam mit zahlreichen Kommunen in ganz Deutschland macht der Aktionstag auf die dramatische Entwicklung der kommunalen Finanzen aufmerksam und fordert von Bund und Ländern wirksame Maßnahmen, um die Handlungsfähigkeit der Städte und Gemeinden dauerhaft zu sichern.
Die Probleme sind dabei keineswegs neu. Bereits im Jahr 2023 hatten 355 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus Nordrhein-Westfalen in einem gemeinsamen Brandbrief an Ministerpräsident Hendrik Wüst auf die besorgniserregende Entwicklung der kommunalen Haushalte aufmerksam gemacht und eindringlich vor den Folgen gewarnt. Die Botschaft war klar:
Ohne strukturelle Verbesserungen und eine verlässliche finanzielle Unterstützung drohen den Kommunen erhebliche Einschränkungen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.
Drei Jahre später hat sich die Situation jedoch nicht verbessert – im Gegenteil. Die finanzielle Belastung der Städte und Gemeinden wächst weiter. Das kommunale Defizit erreichte 2025 bundesweit einen historischen Höchststand von rund 30 Milliarden Euro. Steigende Sozialausgaben, zusätzliche gesetzliche Anforderungen, höhere Kosten für Personal, Energie und Infrastruktur sowie neue Herausforderungen in nahezu allen kommunalen Aufgabenfeldern führen dazu, dass die Handlungsspielräume vor Ort immer kleiner werden. Die Liste der Aufgaben wird länger, ein entsprechender finanzieller Ausgleich bleibt jedoch häufig aus.
Bürgermeisterin Elke Kappen erklärt dazu:
„Die Kommunen stehen mit dem Rücken zur Wand. Seit Jahren werden uns neue Aufgaben übertragen, ohne dass die Finanzierung Schritt hält. Bereits 2023 haben 355 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Nordrhein-Westfalen davor gewarnt. Heute sehen wir: Unsere Sorgen waren berechtigt. Die Auswirkungen treffen die Menschen direkt vor Ort. Wenn Geld für Investitionen fehlt, betrifft das Schulen und Kitas, Straßen, Sportanlagen, Kulturangebote und viele weitere Bereiche des täglichen Lebens. Es ist nicht mehr fünf vor zwölf – es ist längst halb drei. Bund und Länder müssen die Kommunen endlich so ausstatten, dass sie ihre Aufgaben auch morgen noch zuverlässig erfüllen können.“
Die Stadt Kamen unterstützt deshalb die Forderungen der kommunalen Spitzenverbände:
• Das kommunale Finanzierungsdefizit muss nachhaltig und vollständig beseitigt werden.
• Die Kommunen benötigen eine faire und verlässliche Beteiligung an den Steuereinnahmen.
• Der Grundsatz „Wer bestellt, bezahlt auch“ muss konsequent gelten. Neue Aufgaben dürfen nur dann übertragen werden, wenn ihre Finanzierung vollständig sichergestellt ist.
• Bund und Länder müssen die Kommunen dauerhaft von überproportional steigenden Sozialausgaben entlasten.
Im Kamener Stadtgebiet wird es am Aktionstag eine großangelegte Plakataktion an den städtischen Plakatflächen sowie an den städtischen Einrichtungen geben. Darüber hinaus wird die Stadt Kamen auch auf Social Media auf den Aktionstag aufmerksam machen.
Die Botschaft des Aktionstages „Kommunen am Limit“ ist eindeutig: Starke Städte und Gemeinden brauchen eine solide finanzielle Grundlage. Nur so können sie ihre Aufgaben erfüllen, in die Zukunft investieren und die Lebensqualität der Menschen vor Ort sichern.
16.06.2026
Kamen. Was passiert eigentlich, wenn Kinder, Jugendliche oder Familien in schwierige Lebenslagen geraten? Wann wird das Jugendamt tätig? Und warum sind die sogenannten Hilfen zur Erziehung zwar kostenintensiv, aber für den Schutz und die Entwicklung junger Menschen unverzichtbar? Einen anschaulichen Einblick in diesen anspruchsvollen Arbeitsbereich haben in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses der Stadt Kamen die Gruppenleiterin des Allgemeinen Sozialen Dienstes, Samira Klein-Vehne, und Sachgebietsleiter Jörn Kottrup gegeben.
Dabei wurde deutlich: Die Arbeit des Jugendamtes lässt sich nicht auf einfache Schlagworte reduzieren. „Das Jugendamt greift zu früh ein“, „das Jugendamt greift zu spät ein“ oder „das Jugendamt verursacht nur Kosten“ – mit solchen Vorurteilen sehen sich Jugendämter immer wieder konfrontiert. Die Wirklichkeit ist deutlich komplexer. Im Mittelpunkt steht immer die Frage, wie Kinder und Jugendliche geschützt, Familien unterstützt und Krisen möglichst früh entschärft werden können.
Der Allgemeine Soziale Dienst ist dabei eine zentrale Anlaufstelle im Jugendamt. Er berät und unterstützt Familien, plant Hilfen zur Erziehung, prüft mögliche Kindeswohlgefährdungen und handelt, wenn Kinder oder Jugendliche akut geschützt werden müssen. Die rechtlichen Grundlagen reichen vom Grundgesetz über das Bürgerliche Gesetzbuch und das Bundeskinderschutzgesetz bis zum Sozialgesetzbuch VIII und dem Landeskinderschutzgesetz NRW. Kinderschutz ist damit eine hoheitliche Aufgabe – und zugleich eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung.
In der Sitzung wurde deutlich, dass Hilfen zur Erziehung sehr unterschiedliche Formen haben können. Sie reichen von Erziehungsberatung über soziale Gruppenarbeit, Erziehungsbeistandschaften und sozialpädagogische Familienhilfe bis hin zu Tagesgruppen, Pflegefamilien, Heimerziehung oder intensiver sozialpädagogischer Einzelbetreuung. Ziel ist es stets, passende Unterstützung im Einzelfall zu organisieren – so früh wie möglich, so wirksam wie nötig und immer mit Blick auf das Wohl des Kindes oder Jugendlichen.
Besonders eindrucksvoll wurde dies anhand anonymisierter Fallbeispiele. Sie zeigten, wie schnell aus einer Meldung ein komplexes Verfahren werden kann: mit Hausbesuchen, Gesprächen mit Eltern und Kindern, Einschätzungen durch mehrere Fachkräfte, der Zusammenarbeit mit Kliniken, Beratungsstellen, Polizei, Staatsanwaltschaft, Familiengericht oder freien Trägern. Oft müssen innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen getroffen, Hilfen koordiniert und geeignete Plätze gesucht werden – nicht selten auch überregional.
„Kinderschutz ist Netzwerkarbeit“, wurde in der Präsentation deutlich. Kitas, Schulen, Gesundheitswesen, Beratungsstellen, Justiz und Jugendhilfe müssen eng zusammenwirken. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Fachkräfte: Sie benötigen rechtliches Wissen, hohe fachliche Kompetenz, Gesprächsführung, Kooperationsfähigkeit und die Fähigkeit, auch in belastenden Situationen besonnen und verantwortlich zu handeln.
Ein weiterer Schwerpunkt war die zunehmende Komplexität vieler Fälle. Psychische Erkrankungen, Armut, Suchterkrankungen, problematischer Medienkonsum oder hochstrittige Trennungs- und Scheidungssituationen spielen in der Praxis immer häufiger eine Rolle. Betroffen sind Familien aus allen gesellschaftlichen Gruppen. Oft kommen mehrere Belastungen zusammen. Auch Hilfen für junge Volljährige nehmen zu – etwa wenn junge Menschen psychisch belastet sind, sich in die digitale Welt zurückziehen, selbst Hilfe suchen oder Unterstützung beim Übergang in Ausbildung, eigene Wohnung und andere Leistungssysteme benötigen.
Die Ausschussmitglieder erhielten zugleich einen Einblick in die finanziellen Dimensionen des Aufgabenfeldes. Für das Jahr 2026 sind bei der Stadt Kamen Planwerte von 12,5 Millionen Euro für Jugendhilfe in Einrichtungen sowie 3,1 Millionen Euro für Jugendhilfe außerhalb von Einrichtungen vorgesehen. Diese Zahlen machen deutlich, dass es sich um einen der besonders kostenintensiven Bereiche der Jugendhilfe handelt. Zugleich wurde betont: Die Ausgaben stehen für konkrete Hilfen, Schutzmaßnahmen und Zukunftschancen junger Menschen.
Denn jede rechtzeitige Unterstützung kann dazu beitragen, familiäre Krisen zu stabilisieren, Kinder zu schützen und spätere Folgekosten zu vermeiden – menschlich wie finanziell. Prävention, verlässliche Hilfestrukturen und ausreichend Fachkräfte sind deshalb entscheidende Voraussetzungen für einen wirksamen Kinderschutz.
Als Fazit der Vorstellung wurden drei zentrale Handlungsfelder benannt: Prävention stärken, Fachkräfte sichern und Kinderschutz nachhaltig finanzieren. Auch mit Blick auf kommende gesetzliche Anforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe bleibt dies eine wichtige Aufgabe für Verwaltung, Politik und Gesellschaft.
Die Sitzung machte deutlich: Hilfen zur Erziehung sind kein abstrakter Haushaltsposten. Hinter jeder Hilfe stehen Kinder, Jugendliche und Familien, die Unterstützung brauchen. Manchmal für eine kurze Phase, manchmal über einen längeren Zeitraum. Frühzeitige Hilfe kann dabei den entscheidenden Unterschied machen.
12.06.2026
Kamen. Aufgrund von Suchschachtungen und der Verlegung einer Fernmeldeleitung ist die Feldstraße im Bereich der Bahnunterfügung ab Montag, 15. Juni, gesperrt. Die Sperrung dauert vermutlich bis zum 29. Juni an. Eine Umleitung über Rottumer Straße, Derner Straße und Hammer Straße ist ausgeschildert.
12.06.2026
Kamen. Aufgrund von Reparaturarbeiten an der Kanalisation ist die Vom-Stein-Straße im Bereich zwischen den Häusern 20 bis 23 sowie 13 ab Montag, 15. Juni, gesperrt. Die Sperrung dauert vermutlich bis zum 29. Juni an. Eine Umleitung über die Otto-Prein-Straße ist ausgeschildert.
12.06.2026
Kamen. Kinder und Jugendliche wissen oft sehr genau, was sie brauchen: Orte zum Treffen, Angebote zum Mitmachen, Freiräume zum Ausprobieren – und Erwachsene, die ihnen zuhören. Genau hier setzt der neue Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Kamen für die Jahre 2026 bis 2030 an, den der Jugendhilfeausschuss in seiner gestrigen Sitzung einstimmig beschlossen hat. Mit dem Beschluss beauftragt das Gremium die Verwaltung, die Kinder- und Jugendarbeit in Kamen auf dieser Grundlage weiterzuentwickeln und umzusetzen.
Der Kinder- und Jugendförderplan beschreibt die aktuelle Situation junger Menschen in Kamen, nimmt die bestehende Angebotslandschaft in den Blick und legt die zentralen Schwerpunkte für die kommenden Jahre fest. Dabei geht es nicht um ein Papier für die Schublade, sondern um eine konkrete Arbeitsgrundlage für die Kinder- und Jugendarbeit vor Ort.
Besonders wichtig war der Stadt Kamen bei der Erarbeitung, Kinder und Jugendliche selbst zu Wort kommen zu lassen. Zu Beginn des Jahres 2026 wurden deshalb an allen Kamener Schulen Befragungen durchgeführt. An den Grundschulen beteiligten sich 555 Kinder, an den weiterführenden Schulen nahmen 561 Schülerinnen und Schüler teil. Ergänzend gab es an den weiterführenden Schulen eine kreative Beteiligungsaktion, bei der junge Menschen Orte in Kamen fotografieren konnten, die sie als unattraktiv oder problematisch wahrnehmen – verbunden mit eigenen Ideen, wie diese Orte besser gestaltet werden könnten.
„Kinder und Jugendliche sind Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebenswelt. Wer wissen möchte, was eine Stadt für junge Menschen lebenswert macht, muss sie fragen und ihre Antworten ernst nehmen“, betont Bürgermeisterin Elke Kappen, zugleich Dezernentin für den Bereich Familie, Jugend, Schule und Sport. Die Beteiligung habe deutlich gezeigt, wie aufmerksam junge Menschen ihre Umgebung wahrnehmen und wie konkret ihre Vorstellungen für eine kinder- und jugendgerechte Stadt sind.
Der neue Förderplan setzt deshalb klare Schwerpunkte. Dazu gehört vor allem der Aufbau verlässlicher und nachhaltiger Beteiligungsstrukturen für Kinder und Jugendliche. Beteiligung soll nicht nur punktuell stattfinden, sondern dauerhaft in kommunalen Prozessen verankert werden. Gleichzeitig sollen die Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit weiterentwickelt werden – auch mit Blick auf ältere Jugendliche, die sich von klassischen Angeboten nicht immer ausreichend angesprochen fühlen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Inklusion. Kinder- und Jugendarbeit soll so gestaltet werden, dass Teilhabe für alle jungen Menschen selbstverständlich möglich ist, unabhängig von individuellen Voraussetzungen, Lebenslagen oder Unterstützungsbedarfen. Ziel ist es, Barrieren abzubauen, unterschiedliche Lebensrealitäten mitzudenken und Vielfalt als Normalität zu verstehen.
Auch die Mobile Jugendarbeit und die Schulsozialarbeit spielen im Förderplan eine wichtige Rolle. Mobile Jugendarbeit bietet die Chance, junge Menschen direkt in ihren Lebenswelten zu erreichen – auch diejenigen, die klassische Angebote bisher selten oder gar nicht nutzen. Schulsozialarbeit wiederum ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Schule, Jugendhilfe und Familie. Sie unterstützt präventiv, beratend und begleitend und trägt dazu bei, Kinder und Jugendliche frühzeitig zu stärken.
Der Kinder- und Jugendförderplan macht zugleich deutlich: Gute Kinder- und Jugendarbeit braucht verlässliche Strukturen. Die bestehenden Angebote sollen gesichert, qualitativ weiterentwickelt und an neue Anforderungen angepasst werden. Die Umsetzung der beschriebenen Ziele und Maßnahmen steht dabei unter dem Vorbehalt der finanziellen Leistungsfähigkeit der Stadt Kamen sowie der jeweiligen Haushaltsbeschlüsse.
Mit dem einstimmigen Beschluss des Jugendhilfeausschusses ist nun die Grundlage gelegt, um die Kinder- und Jugendförderung in Kamen in den kommenden Jahren weiter gezielt auszurichten. Der Förderplan verbindet dabei fachliche Planung mit dem, was Kinder und Jugendliche selbst eingebracht haben – und stellt damit sicher, dass Kamen auch künftig „vom Kind aus gedacht“ wird.
12.06.2026
Kamen. Wegen Tiefbauarbeiten wird die Goethestraße von Montag, 15. Juni, bis Mittwoch, 17. Juni, jeweils in Abschnitten für den Verkehr gesperrt. Eine Umleitung über Uhlandstraße und Heinrich-Kempchen-Straße ist ausgeschildert. Die Grundstückszufahrten sind für Anwohner und Rettungsfahrzeuge weiterhin zu jeder Zeit erreichbar.
12.06.2026
Kamen. Max von der Grün hätte in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass wird am Dienstag, 16. Juni 2026, um 19 Uhr im Haus der Stadtgeschichte, Bahnhofstraße 21, die Ausstellung „Über Menschen und Verhältnisse – 100 Jahre Max von der Grün“ eröffnet. Erstellt wurde die Ausstellung von der Fritz-Hüser-Gesellschaft e.V. aus Dortmund.
Bürgermeisterin Elke Kappen wird die Ausstellung offiziell eröffnen. Die Einführung übernimmt Volker Zaib von der Fritz-Hüser-Gesellschaft. Musikalisch begleitet wird der Abend von Sandra Fülber, Sopran, und Alexander Litowski am Klavier.
Max von der Grün zählt zu den bedeutenden Stimmen der deutschsprachigen Literatur der Nachkriegszeit und ist eng mit dem Ruhrgebiet verbunden. Er lebte und arbeitete von 1951 bis 1963 im heutigen Stadtteil Heeren-Werve und fuhr jahrelang unter Tage. Seine Zeit dort bildete einen wichtigen Nährboden für seine späteren Romane. In seinen Werken richtete von der Grün den Blick auf die Arbeitswelt, auf soziale Fragen und auf Menschen, deren Lebenswirklichkeit lange nur selten im Mittelpunkt der Literatur stand. Mit Romanen, Erzählungen und Jugendbüchern erreichte er ein breites Publikum – klar in der Sprache, nah an den Menschen und aufmerksam gegenüber gesellschaftlichen Verhältnissen.
„Max von der Grün hat Geschichten erzählt, die bis heute etwas zu sagen haben. Er hat hingeschaut, wo andere weggesehen haben, und Menschen eine Stimme gegeben, deren Alltag von Arbeit, Umbruch und sozialer Verantwortung geprägt war“, sagt Bürgermeisterin Elke Kappen. „Deshalb freue ich mich sehr, dass wir diese Ausstellung in Kamen zeigen können.“
Die Ausstellung ist vom 16. Juni bis zum 19. Juli 2026 im Haus der Stadtgeschichte zu sehen. Geöffnet ist sie dienstags bis freitags von 10 bis 12 Uhr sowie dienstags bis donnerstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr.
Zur Eröffnung sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
09.06.2026
Kamen. Auch im Monat Juni bekommen Kamener Seniorinnen und Senioren bei den Sprechstunden in den Ortsteilen wieder nützliche Informationen von der Seniorenbetreuung der Stadt Kamen. Am Dienstag, 16. Juni, findet von 10 bis 12 Uhr im Bürgerhaus Methler in der Heimstraße eine Seniorensprechstunde vor Ort statt.
Die Themenpalette, die während der kostenlosen Beratung angesprochen werden kann, ist breit. Sie betrifft alle Fragen rund ums Älterwerden – wie zum Beispiel die soziale Sicherung im Alter (Wohngeld, Grundsicherung im Alter), Schwerbehindertenangelegenheiten (Erstanträge oder Verschlimmerungsanträge, Parkausweise für Behinderte, Vergünstigungen für schwerbehinderte Menschen), Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung, Hilfe und Pflege sowie vieles mehr. Weitere Termine führt die Stadt auf ihrer Homepage (www.stadt-kamen.de) unter dem Bereich Senioren auf.
05.06.2026
Kamen. Ab Dienstag, 9. Juni wird Fuß- und Radweg in Verlängerung der Straße Auf dem Spiek in Richtung Bergkamen für maximal drei Wochen komplett gesperrt. Grund für die Sperrung sind Betonsanierungsarbeiten.
05.06.2026
Kamen Heeren-Werve. Am Mittwoch wurde die Beigeordnete Ingelore Peppmeier überrascht. Für ihren langjährigen und unermüdlichen Einsatz für die Heerener Dorfgemeinschaft bedankte sich das ORGA-Team des Projektes „Heeren-Werve entdecken“ rund um Jutta Maeder und Kreisheimatpfleger André Siegel mit einer kleinen Überraschung.
Eine von Metallbau Schenk extra für diesen Anlass geschaffene Plastik des Heerener Einhorns wurde ihr im Namen der Dorfgemeinschaft übergeben. Damit soll Ihr Engagement und die nachhaltige Unterstützung bei der Realisierung und Umsetzung des Projektes eine passende Würdigung erhalten. Bei der interaktiven Reise durch Kamen-Herren können die Nutzer an insgesamt 25 Orten (5 weitere sind bereits in Bearbeitung) Schilder mit QR-Codes finden, die interessante Informationen zu den Bauwerken und Orten geben, an denen sie angebracht wurden. Ingelore Peppmeier hatte maßgeblichen Anteil daran, das Mittel der Städtebauförderung NRW für das Projekt nach Kamen-Heeren geflossen waren.
Foto: Annegret Berg, Dorita Haghgu, Ingelore Peppmeier, Jutta Maeder und Andre Siegel bei der Übergabe der Plastik (v.l.n.r)
03.06.2026
Kooperationsveranstaltung von VHS Kamen-Bönen, Kulturamt der Stadt Kamen und Stadtteilbüro Heeren-Werve
Kamen. Anlässlich des 100. Geburtstages des Schriftstellers Max von der Grün laden die VHS Kamen-Bönen, das Kulturamt der Stadt Kamen und das Stadtteilbüro Heeren-Werve zu einer besonderen Erinnerungsveranstaltung ein. Unter dem Titel „Wie war das eigentlich? Max von der Grün und Heeren – Ein Schriftsteller im Zechendorf“ wird der Kamener Schriftsteller, Zeichner und Pädagoge Gerd Puls am Mittwoch, 17. Juni 2026, um 19 Uhr im Haus der Bildung in Kamen an Leben und Werk des bedeutenden Autors erinnern.
Die Veranstaltung trägt die Kursnummer 262-6107 und ist Teil der städtischen Würdigungen zum 100. Geburtstag Max von der Grüns.
Max von der Grün zählt zu den wichtigsten deutschen Nachkriegsschriftstellern. Seine Bücher wurden in 25 Sprachen übersetzt und erreichten allein in Deutschland eine Gesamtauflage von mehr als vier Millionen Exemplaren. Mit seinem literarischen Schaffen setzte er sich für die realistische Darstellung der sozialen und menschlichen Herausforderungen der industriellen Arbeitswelt ein. Auf die Frage, ob Literatur die Welt verändern könne, antwortete er einst: „Mich hat die Literatur verändert – und ich bin Teil dieser Welt.“
Besondere Aufmerksamkeit gilt bei der Veranstaltung den Jahren von 1951 bis 1963, in denen Max von der Grün im damaligen Bergbaudorf Heeren lebte und arbeitete. In dieser Zeit entstanden wesentliche Teile seines literarischen Werkes. Der Autor wohnte am Grünen Weg und schrieb hier unter anderem die Bergbauromane Männer in zweifacher Nacht und Irrlicht und Feuer. Viele Szenen und Figuren seiner Romane und Erzählungen sind eng mit den Erfahrungen und Beobachtungen verbunden, die er im Dorfleben Heerens sammelte.
Gerd Puls, der Max von der Grün bereits in dessen frühen Jahren in Heeren kennenlernte, wird in seiner Lesung persönliche Erinnerungen mit literarischen Einblicken verbinden. Neben Auszügen aus Werken Max von der Grüns liest er Passagen aus seinem aktuellen Essay sowie aus früheren Veröffentlichungen über den Autor.
Neben bekannten Werken wie dem Kinderbuchklassiker Vorstadtkrokodile werden auch weniger bekannte Romane, Erzählungen sowie Hör- und Fernsehspiele wie Feierabend oder Smog in den Blick genommen. Ebenso spielt das Erinnerungsbuch Wie war das eigentlich? Kindheit und Jugend im 3. Reich eine Rolle. Dessen Titel dient zugleich als Motto der Veranstaltung.
Die Lesung lädt dazu ein, das Werk eines Autors neu zu entdecken, dessen gesellschaftliche Themen bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben.
Veranstaltungsdaten
Wie war das eigentlich? Max von der Grün und Heeren – Ein Schriftsteller im Zechendorf. Eine Hommage von und mit Gerd Puls
Mittwoch, 17. Juni 2026, 19.00 bis 20.30 Uhr
Haus der Bildung, Vortragsraum I Bergstraße 13, 59174 Kamen
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten (Kurs-Nr. 262-6107)
Eine vorherige Anmeldung kann telefonisch unter 02307 924-20-51 / 02307 924-20-55 sowie über die Website www.vhs-kamen-boenen.de vorgenommen werden.
03.06.2026
Kamen. Unter dem Motto „Hören und Anfassen - finde DEIN Instrument!“ öffnete die Musikschule Kamen am Samstag ihre Türen. Begeistert probierten die jungen Besucher die Instrumente unter Anleitung aus und überraschten mit überraschenden Hörerlebnissen.
Kleine Duette am Klavier, einfache Tonfolgen auf dem Saxophon, kraftvollen Beats am Schlagzeug und Schrammeln auf der Gitarre: Die Lehrkräfte entlockten den Kindern erste Töne auf einem Instrument und zauberten ihnen damit ein stolzes Lächeln ins Gesicht. Musikschulleiter Ruslan Maximovski zieht eine positive Bilanz: „Es war wieder schön zu sehen, wie viel Begeisterung und Freude Musik bei den Kindern auslöst.“
Anmeldungen zum Instrumentalunterricht in der Musikschule sind jederzeit möglich. Die Anmeldung für das Projekt „Erlebnis Musik mit Instrument“ (EMI) an allen Kamener Grundschulen läuft vom 8. bis zum 17. Juni. Diese Initiative der Musikschule bietet allen Kamener Grundschülern der zweiten bis vierten Schuljahre eine wertvolle und kostengünstige Gelegenheit, ihre musikalischen Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Durch die praktische Erfahrung mit den Instrumenten wird nicht nur ihre künstlerische Ausdrucksweise gefördert, sondern auch die kognitive und emotionale Entwicklung unterstützt. Der Unterricht findet in kleinen Gruppen mit bis zu vier Kindern in der jeweiligen Grundschule oder der Musikschule statt. Die Kosten für die Teilnahme an dem Projekt, einschließlich des Leihinstruments, betragen 31,50 Euro pro Monat.
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