Gedenken an den 27. Januar 1945
22.01.2026 - aktualisiert am 22.01.2026 - 09:56
Kamen. Der 27. Januar erinnert an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Jahr 1945 und steht weltweit für das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Seit 1996 ist dieser Tag in Deutschland offizieller Gedenktag. Er mahnt, die nationalsozialistischen Verbrechen nicht zu vergessen und Verantwortung für Erinnerung und demokratische Werte zu übernehmen. Zu diesem Anlass lädt die Stadt Kamen am Dienstag, 27. Januar um 17 Uhr am jüdischen Mahnmal am Sesekedamm/Bahnhofstraße zu einem öffentlichen Gedenken und einer Kranzniederlegung ein.
Direkt im Anschluss an die Zeremonie findet gegen 17.45 Uhr im Haus der Stadtgeschichte ein moderiertes Gespräch mit Rolf Langstadt und Klaus Goehrke statt. Rolf Langstadt wird hierbei über das Schicksal seiner Familie berichten. Vor dem Haus der Volksbank Kamen Bahnhofstraße 10-12 liegen fünf Stolpersteine für Carl Langstadt (1868-1943), seine Frau Johanna geb. Stern (1880-1937), ihren Sohn Fritz (1903-1982), dessen Frau Hilde geb. Wertheim (1912-1959) und ihren Sohn Robby Langstadt (1938-1944). Rolf Langstadt hatte sich vor einigen Wochen bei Klaus Goehrke von der „Projektgruppe Stolpersteine Kamen“ gemeldet, nachdem er von den Stolpersteinen gelesen hatte. Er stellte sich als ein weiterer Sohn von Fritz und Hilde Langstadt vor. Alle Bürgerinnen und Bürger sind zu den beiden Veranstaltungen herzlich eingeladen.
An den Jahrestag erinnern derzeit auf den städtischen Plakatierungsflächen Plakate von Kamener Künstlerinnen und Künstler, die ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus setzen.
