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Kamen gestaltet Zukunft: Drei Stadtentwicklungskonzepte in den nächsten zwölf Monaten

Kamen gestaltet Zukunft: Drei Stadtentwicklungskonzepte in den nächsten zwölf Monaten

Kamen. Wie soll sich Kamen in Zukunft entwickeln? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Stadt Kamen intensiv. Das erste Haus in der Klimaschutzsiedlung in Kamen-Methler ist bezugsfertig. Dieses Ereignis nimmt Frau Bürgermeisterin Elke Kappen gerne zum Anlass, über die umfangreichen Schritte in Sachen Klimaschutz und eine zukunftsfähige Entwicklung der Stadt Kamen zu informieren: Es soll ein Klimaschutzkonzept erarbeitet werden, um Kamen insgesamt nachhaltiger und zukunftsfähiger zu gestalten. Neben dieser gesamtstädtischen Betrachtung werden zwei Einzelkonzepte erstellt. Das eine spezifisch für den Ortsteil Kaiserau, das andere für den gesamten Stadtteil Kamen-Methler.

Bürgermeisterin Elke Kappen: „Die Klimaschutzsiedlung ist ein Modellprojekt, das eindrucksvoll zeigt, wie sich der Energieverbrauch dank modernster Technik und optimaler Ausrichtung bei Neubauten reduzieren lässt. Wichtig ist nun aber auch den Gebäudebestand in Kamen energetisch zu optimieren und die Stadt insgesamt zukunftsfähig zu gestalten.“ In den nächsten zwölf Monaten sollen hierfür insgesamt drei Konzepte erstellt werden, mit denen umfangreiche Maßnahmen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung koordiniert und realisiert werden sollen. „Dabei spielt nicht nur der Klimaschutz eine Rolle, sondern auch die Frage, wie sich die Stadtteile entwickeln müssen, damit man dort auch in Zukunft gerne wohnt, es lebendige Nachbarschaften und funktionierende Infrastrukturen gibt“, ergänzt Dr. Uwe Liedtke, erster Beigeordneter der Stadt Kamen.

Was soll in den Konzepten konkret erarbeitet werden und was bedeutet das für die Bürgerinnen und Bürger?

Auf Gesamtstadtgebiet soll ein neues Klimaschutzkonzeptes erstellt und darin ermittelt werden, wie Kamen insgesamt nachhaltiger und zukunftsfähiger werden kann. Neben dieser stadtweiten Betrachtung wird ein weiteres Konzept erstellt, das sich beispielhaft auf den Ortsteil Kaiserau konzentriert und dort zu einer Energiewende von unten beitragen soll. Außerdem soll für den Stadtteil Kamen-Methler ein integriertes Stadtteilentwicklungskonzept (ISEK) erstellt werden. Dieses Vorgehen mit Blick auf Kamen-Methler ist notwendig, um mit diesen zwei Konzepten zwei unterschiedliche Zugänge zu Fördermitteln herstellen zu können. Bei dem Energetischen Quartierskonzept für den Ortsteil Kaiserau geht es um Fördermittel der Kfw (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Mit dem Stadtteilentwicklungskonzept für Kamen-Methler sollen Städtebaufördermittel beantragt werden. Dies ist vergleichbar mit dem Stadtteilprojekt Heeren-Werve, im Rahmen dessen zum Beispiel die Ortsmitte sowie der Luisenpark umgestaltet wurden.

Unter www.kamen-gestaltet-zukunft.de finden Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Tagen umfangreiche Informationen zu dem Gesamtprozess. Auf einer interaktiven Mitmachkarte für den Stadtteil Kamen-Methler können außerdem Einträge vorgenommen werden, was im Stadtteil gut ist und wo Verbesserungsbedarf besteht. Über die Website wird die Stadtgesellschaft auch in Zukunft über den Prozess und weitere Beteiligungsmöglichkeiten informiert. Geplant sind beispielsweise zwei Stadtteilkonferenzen vor Ort bei denen Fragen gestellt und Ideen gesponnen werden können. Der Termin für die erste Stadtteilkonferenz ist der 22. November 2022 um 18.00 Uhr im Bürgerhaus Methler.

Wie werden die Konzepte umgesetzt?

Die Innovation City Management GmbH übernimmt die Erstellung der Konzepte gemeinsam mit der Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft. Die Klimastädte-Macher sind bundesweit aktiv im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung. „Drei Konzepte gleichzeitig zu erstellen ist ein bedeutendes Zeichen für den Klimaschutz und die nachhaltige Gestaltung der Stadt Kamen“ so ICM-Geschäftsführer Burkhard Drescher. „Wir freuen uns hier gemeinsam mit der Politik und Stadtgesellschaft zukunftsfähige Konzepte zu erstellen. Denn die Energie- und Klimawende geht nur gemeinsam, indem jede und jeder einzelne sich aktiv beteiligt. Nachhaltige Stadtentwicklung soll ja nicht nur auf das Konto der Umwelt einzahlen, sondern immer auch im Sinne der Bürgerinnen und Bürger gedacht werden. Wir hoffe auf einen konstruktiven Austausch bei der Bürgerbeteiligung und bedanken uns bereits jetzt für die Unterstützung.“