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Jahnstadion: Sanierung des Kabinentraktes hat begonnen

Jahnstadion: Sanierung des Kabinentraktes hat begonnen

Kamen. Es wird gebohrt und gehämmert: Seit Mitte vergangenen Monats wird der alte Kabinentrakt am Jahnstadion saniert – wegen der Corona-Pandemie zwar mit etwas Verspätung, dafür aber mit umso mehr Vorfreude auf die geplante Einweihung in etwa einem Jahr. Die Beteiligten nahmen jetzt die Arbeiten in Augenschein.

Der Gebäudeabschnitt spiegelt die Bedeutung und Entwicklung der Sportanlage wider, die vor allem vom VfL Kamen und den Schulen aus dem Innenstadtbereich genutzt wird: Ausgehend von der Errichtung in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, wurde der Kabinentrakt in der Zwischenzeit zwei Mal erweitert. Mittlerweile ist er in die Jahre gekommen – unter anderem auch, was die Anforderungen an einen sparsamen Umgang mit Wasser und Energie sowie an Sicherheit und Brandschutz betrifft. Mit der Sanierung lassen sich also mehrere Klappen schlagen auf einmal. „Wir sind froh, dass sich hier etwas tut und wir auch in Zukunft über vernünftige Trainingsbedingungen verfügen“, berichtet VfL-Vorsitzender Peter Westermann. Das Jahnstadion ist zweifellos ein wichtiger Trainingsort; im Bereich der Innenstadt gibt es keine andere Sportanlage mit einem Leichtathletikstandort.

Die Sanierung des Gebäudes, die unter anderem aus Mitteln des Investitionspaketes „Soziale Integration im Quartier“ des Städtebauförderungsprogramms erfolgt, soll den vielen Standards einer zentralen und von vielen Altersgruppen genutzten Sportstätte entsprechen. So wird das Gebäude unter anderem behindertengerecht umgebaut; eine möglichst große Barrierefreiheit war eine wichtige Richtschnur in den Planungen. „Hierzu gehören unter anderem der Einbau von behindertengerechten Toiletten, taktilen Leitsystemen für sehbehinderte Menschen sowie Piktogramme an den Türen, die von Menschen aller Nationalitäten sofort verstanden werden“, schildert Bürgermeisterin Elke Kappen. Den vielfältigen Nutzungen soll zudem ein neuer Mehrzweckraum gerecht werden, der bei Leichtathletikwettkämpfen unter anderem als Wettkampbüro dienen und die digitale Erfassung und Verarbeitung von Wettkampfergebnissen ermöglichen soll. Der Raum kann zudem für Besprechungen oder die Wartung und Reinigung von Sportgeräten genutzt werden.

Aus dem Förderprogramm des Landes werden von den aktuell geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 1,24 Millionen Euro 877.500 Euro übernommen, 221.231 Euro übernehmen die GSW Kamen Bönen Bergkamen im Rahmen eines Contractingvertrages.