„Wie war das eigentlich?“ – Erinnerung an Max von der Grün und seine Jahre in Heeren
03.06.2026
Kooperationsveranstaltung von VHS Kamen-Bönen, Kulturamt der Stadt Kamen und Stadtteilbüro Heeren-Werve
Kamen. Anlässlich des 100. Geburtstages des Schriftstellers Max von der Grün laden die VHS Kamen-Bönen, das Kulturamt der Stadt Kamen und das Stadtteilbüro Heeren-Werve zu einer besonderen Erinnerungsveranstaltung ein. Unter dem Titel „Wie war das eigentlich? Max von der Grün und Heeren – Ein Schriftsteller im Zechendorf“ wird der Kamener Schriftsteller, Zeichner und Pädagoge Gerd Puls am Mittwoch, 17. Juni 2026, um 19 Uhr im Haus der Bildung in Kamen an Leben und Werk des bedeutenden Autors erinnern.
Die Veranstaltung trägt die Kursnummer 262-6107 und ist Teil der städtischen Würdigungen zum 100. Geburtstag Max von der Grüns.
Max von der Grün zählt zu den wichtigsten deutschen Nachkriegsschriftstellern. Seine Bücher wurden in 25 Sprachen übersetzt und erreichten allein in Deutschland eine Gesamtauflage von mehr als vier Millionen Exemplaren. Mit seinem literarischen Schaffen setzte er sich für die realistische Darstellung der sozialen und menschlichen Herausforderungen der industriellen Arbeitswelt ein. Auf die Frage, ob Literatur die Welt verändern könne, antwortete er einst: „Mich hat die Literatur verändert – und ich bin Teil dieser Welt.“
Besondere Aufmerksamkeit gilt bei der Veranstaltung den Jahren von 1951 bis 1963, in denen Max von der Grün im damaligen Bergbaudorf Heeren lebte und arbeitete. In dieser Zeit entstanden wesentliche Teile seines literarischen Werkes. Der Autor wohnte am Grünen Weg und schrieb hier unter anderem die Bergbauromane Männer in zweifacher Nacht und Irrlicht und Feuer. Viele Szenen und Figuren seiner Romane und Erzählungen sind eng mit den Erfahrungen und Beobachtungen verbunden, die er im Dorfleben Heerens sammelte.
Gerd Puls, der Max von der Grün bereits in dessen frühen Jahren in Heeren kennenlernte, wird in seiner Lesung persönliche Erinnerungen mit literarischen Einblicken verbinden. Neben Auszügen aus Werken Max von der Grüns liest er Passagen aus seinem aktuellen Essay sowie aus früheren Veröffentlichungen über den Autor.
Neben bekannten Werken wie dem Kinderbuchklassiker Vorstadtkrokodile werden auch weniger bekannte Romane, Erzählungen sowie Hör- und Fernsehspiele wie Feierabend oder Smog in den Blick genommen. Ebenso spielt das Erinnerungsbuch Wie war das eigentlich? Kindheit und Jugend im 3. Reich eine Rolle. Dessen Titel dient zugleich als Motto der Veranstaltung.
Die Lesung lädt dazu ein, das Werk eines Autors neu zu entdecken, dessen gesellschaftliche Themen bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben.
Veranstaltungsdaten
Wie war das eigentlich? Max von der Grün und Heeren – Ein Schriftsteller im Zechendorf. Eine Hommage von und mit Gerd Puls
Mittwoch, 17. Juni 2026, 19.00 bis 20.30 Uhr
Haus der Bildung, Vortragsraum I Bergstraße 13, 59174 Kamen
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten (Kurs-Nr. 262-6107)
Eine vorherige Anmeldung kann telefonisch unter 02307 924-20-51 / 02307 924-20-55 sowie über die Website www.vhs-kamen-boenen.de vorgenommen werden.
