Nach 47 Jahren im Rathaus: Beigeordnete Ingelore Peppmeier geht zum 30. Juni 2026 in den Ruhestand
06.05.2026 - aktualisiert am 06.05.2026 - 16:08
Nach fast fünf Jahrzehnten im Dienst der Stadt Kamen hat sich Beigeordnete Ingelore Peppmeier entschieden, zum 30. Juni 2026 in den Ruhestand zu gehen. Ihren entsprechenden Antrag hat Bürgermeisterin Elke Kappen bewilligt. „Mit Ingelore Peppmeier verlässt uns eine Persönlichkeit, die Kamen über viele Jahre spürbar mitgestaltet hat – fachlich stark, menschlich klar, immer verlässlich“, sagt Bürgermeisterin Kappen. „Sie steht für Kontinuität, Klarheit im Denken und große Loyalität gegenüber unserer Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Dafür empfinde ich großen Respekt und aufrichtige Dankbarkeit.“
Vom Ausbildungsstart zur Beigeordneten
Der Weg von Ingelore Peppmeier im Kamener Rathaus beginnt am 7. Mai 1979: An diesem Tag startet sie als Angestellte bei der Stadt Kamen, wenige Monate später – zum 1. November 1979 – folgt die Ausbildung für den gehobenen nicht-technischen Verwaltungsdienst.
Ab November 1982 arbeitet sie in ganz unterschiedlichen Bereichen der Verwaltung, unter anderem
• im Personenstandsamt,
• im Bauverwaltungsamt,
• im Ratsbüro,
• im Amt für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Gebäudeverwaltung
• sowie im Büro des Bürgermeisters.
Kaum ein Blickwinkel auf die Stadtverwaltung ist ihr fremd – eine Erfahrung, von der sie später als Führungskraft und Beigeordnete intensiv profitiert.
Zum 1. Januar 2007 übernimmt sie im Fachbereich Innerer Service die Funktion der Gruppenleiterin Ratsbüro, Zentrales Controlling. Zum 1. April 2013 folgt der nächste Schritt: Fachbereichsleitung Wirtschaftsförderung, Liegenschaften, Stadtmarketing. Am 1. April 2015 wird sie zur Fachdezernentin für die Bereiche Wirtschaftsförderung, Liegenschaften, Ratsbüro und Stadtmarketing bestellt. Ein Jahr später dann der Sprung in den Verwaltungsvorstand: Am 10. März 2016 wählt der Rat der Stadt Kamen Ingelore Peppmeier zur Beigeordneten. Von Oktober 2018 bis Ende 2021 führt sie zusätzlich die Geschäftsführung der Technopark Kamen GmbH.
Im November 2023 spricht der Rat ihr erneut mit deutlicher Mehrheit das Vertrauen aus. Ihre zweite Amtszeit als Beigeordnete begann am 1. April 2024, regulär auf acht Jahre angelegt. Mit ihrem jetzigen Antrag nutzt sie nach 47 Dienstjahren die rechtlich vorgesehene Möglichkeit, früher als ihre Wahlbeamtenzeit offiziell endet in den Ruhestand zu wechseln; rechtlich wäre ein solcher Schritt bereits nach 45 Jahren im Dienst möglich gewesen.
„Sie hat Kamen nach innen und außen vertreten“
Als Beigeordnete verantwortet Ingelore Peppmeier unter anderem die Themen Wirtschaftsförderung, Liegenschaften, Stadtmarketing und das Ratsbüro – alles Felder, in denen es darauf ankommt, Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft zusammenzubringen.
„Frau Peppmeier hat die Stadt Kamen sowohl nach innen als auch nach außen vertreten. Dabei war sie klar in der Sache, offen im Dialog und immer mit einem sicheren Gespür dafür, was unsere Stadt voranbringt“, beschreibt Bürgermeisterin Kappen die Zusammenarbeit. „Sie hat damit nicht nur Prozesse gesteuert, sondern auch Vertrauen aufgebaut – bei Ratsmitgliedern, bei Unternehmen, bei Vereinen und Institutionen.“
Viele Veranstaltungen, Projekte und Entwicklungsschritte in den Bereichen Innenstadt, Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung hat Ingelore Peppmeier begleitet oder angestoßen. Typisch für ihre Arbeit: der Blick auf das Ganze. „Sie war nie nur auf ‚ihr‘ Dezernat fokussiert, sondern hatte immer das Gesamtbild im Kopf: Was bedeutet eine Entscheidung für die Stadtentwicklung, für die Menschen in Kamen, für die Finanzen, für die nächsten Jahre?“, so Kappen. „Genau diese Art zu denken werden wir im Verwaltungsvorstand sehr vermissen.“
Bis zum 30. Juni 2026 wird Ingelore Peppmeier ihr Amt als Beigeordnete weiter ausüben. „Ich wünsche Frau Peppmeier von Herzen, dass der kommende Lebensabschnitt genauso erfüllt wird wie ihre beruflichen Jahre – nur mit etwas weniger Termindruck im Kalender“, sagt Elke Kappen mit einem Augenzwinkern. „Vor allem wünsche ich Gesundheit, viel Freude mit ihrer Familie und die Zeit, Dinge zu tun, für die bislang durch die herausfordernde Arbeit als Beigeordnete wenig Gelegenheit geblieben ist.“
