Illegale Entsorgung von Postkisten belastet Abfallentsorgung: Stadtverwaltung ruft zur Mithilfe auf
09.04.2026 - aktualisiert am 09.04.2026 - 13:18
Kamen. Rücksichtslos entsorgte Postkisten sorgen aktuell für Ärger, Umweltprobleme und unnötige Kosten. In den vergangenen zwei Wochen wurden sie mehrfach zerkleinert und illegal in Papiercontainern im Stadtgebiet entsorgt. Betroffen sind insbesondere die Container an der Lenningser Straße und der Bergstraße im Stadtteil Heeren-Werve.
Dabei handelt es sich nicht nur um eine illegale Müllentsorgung, sondern auch um ein erhebliches Problem für die Abfallwirtschaft.
Die Entsorgung dieser Kunststoffkisten über die Papiercontainer führt dazu, dass das gesamte Altpapier verunreinigt wird. In der Folge kann es nicht mehr recycelt werden und muss kostenintensiv als Restmüll entsorgt werden. Diese zusätzlichen Kosten belasten letztlich die Allgemeinheit.
Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass Postkisten nicht in die Papiercontainer gehören. Der korrekte Entsorgungsweg erfolgt über den Wertstoffhof oder durch Rückgabe an die Deutsche Post.
Eine funktionierende Mülltrennung ist ein zentraler Bestandteil moderner Abfallwirtschaft. Nur durch konsequente Trennung können wertvolle Rohstoffe recycelt und Umweltbelastungen reduziert werden. Die Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna (GWA) weist darauf hin, dass bereits kleine Fehlwürfe große Auswirkungen auf die Verwertbarkeit von Abfällen haben können. Verunreinigte Sammelchargen führen häufig dazu, dass eigentlich recycelbare Materialien vollständig verloren gehen.
Die Stadtverwaltung appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, die geltenden Regeln zur Mülltrennung einzuhalten und Abfälle ausschließlich über die vorgesehenen Wege zu entsorgen.
Zudem werden Zeuginnen und Zeugen gesucht: Wer beobachtet hat, wie Postkisten in Papiercontainern entsorgt wurden, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 02307 / 148-2500 bei Herrn Robbert aus der Stadtverwaltung zu melden.
