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Grußwort des Bürgermeisters

hermann-hupe-051-1409Liebe Kamenerinnen und Kamener,

sehr gern möchte ich Sie über einige stadtrelevante Themen informieren, die uns in diesem Jahr begleiten werden.

Das neue Kombibad ist in der Planungsphase. Der Rat der Stadt gab in seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien dazu seine Zustimmung. Auf der Grundlage des Ratsbeschlusses kann nun ein Architekturbüro mit den konkreten Planungen beginnen.

Mit der nötigen Sorgfalt und ohne Zeitdruck wurden in den zurückliegenden Monaten Nutzerinteressen hinterfragt und abgestimmt. In einem weiteren Verfahrensschritt wurde ein von den Gemeinschaftsstadtwerken in Auftrag gegebenes Gutachten öffentlich vorgestellt, das nun als Basis für die weitere konsensuale Planungs- und Entscheidungsphase gilt. Begleitend wird die Finanzierung des ehrgeizigen Projektes in enger Abstimmung mit der GSW und den beteiligten Nachbarkommunen Bergkamen und Bönen konsortial abgestimmt. Die Standortentscheidung wurde schon vor geraumer Zeit getroffen. Der alte Standort wird aufgrund seiner guten Erreichbarkeit und seiner Flächenverfügbarkeit auch der Standort für das neue Bad sein.

Da wo früher Fußball gespielt wurde, wird es künftig citynahes Wohnen geben. Die Bauleitplanung für den attraktiven Seseke-Wohnpark wurde jüngst im Haupt- und Finanzauschuss des Rates beschlossen. Auf rd. 8 ha sollen nach einem ersten städtebaulichen Entwurf 100 Wohneinheiten in unmittelbarer Nähe des Seseke–Grüngürtels entstehen. Vorstellbar sind Mehrfamilien-, Doppel- und Reihen- sowie auch Einfamilienhäuser. Mit dem ersten Spatenstich wird zu Beginn des Jahres 2019 gerechnet.

Nachdem im letzten Jahr bereits mit vorbereitenden Arbeiten für den Seseke Park begonnen wurde, werden aktuell umfangreiche Erd- und Modellierungsarbeiten im Gelände durchgeführt. Die Pläne des Landschaftsarchitekten Glück, Stuttgart, beinhalten einen Uferweg, Spiel- und Sitzplätze sowie einen Zugang zur Seseke. Im Rahmen der Bauarbeiten wird der Lippeverband auch den Hochwasserschutz verstärken. Rd. 2 Millionen Euro werden bis zur Fertigstellung verbaut sein, wobei 80% der Kosten aus Fördermitteln gezahlt werden.

Eine Großbaustelle auf der Hochstraße führt seit Baubeginn immer wieder zu Beeinträchtigungen und Engpässen. Die Landesstraßenbauverwaltung baut hier einen neuen Verkehrsknotenpunkt, um damit den angrenzenden Wohnbereich vom Lärm zu entlasten und gleichzeitig das Gewerbegebiet an der Henry-Everling-Straße besser zu erschließen. In diesem Gebiet zeichnet sich eine umfassende neue gewerbliche Entwicklung ab. Die Umbauarbeiten für den Knotenpunkt Hochstraße/Henry-Everling-Straße stehen kurz vor dem Abschluss. In den nächsten Wochen werden noch Sanierungsarbeiten an der Henry-Everling-Straße ausgeführt. Abschließend werden noch in diesem Jahr die Lichtzeichenanlagen an der Heerener Straße und Dortmunder Allee erneuert. Nach Abschluss der Arbeiten am Verkehrsknotenpunkt sollen die Fahrbahn und die Brückenbauwerke saniert werden.

Der Startschuss für das Seniorenwohnprojekt im Stadtteil Heeren-Werve fiel bereits im vergangen Jahr. Aktuell wird der Bau von 60 altersgerechten Wohnungen vorangetrieben. Der Bauzeitenplan sieht eine Fertigstellung Ende des Jahres bzw. Anfang 2018 vor. Der Bau einer Pflegestation mit 60 Plätzen und ein Gesundheitshaus wird in der Folgezeit das Gebäudeensemble komplettieren. Die Grundsteinlegung dazu erfolgte Ende Mai. Mit der Realisierung wird den Menschen im Stadtteil Heeren-Werve die Möglichkeit eröffnet, in ihrem gewohnten Umfeld im Alter leben zu können.

Mit dem integrierten Handlungskonzept Heeren-Werve (IHK) als städtebauliches Entwicklungskonzept wird sich der Stadtteil in den kommenden Jahren nachhaltig und spürbar verändern. Nach einer in der Vergangenheit durchgeführten Online-Befragung und mehreren dokumentierten Bürgerbeteiligungen, die viele Anregungen und Vorschläge enthielten, wurde auf dieser Grundlage zu Beginn des Jahres in einem weiteren Verfahrensschritt ein Wettbewerbsverfahren mit Landschaftsarchitekten und Verkehrsplanern durchgeführt. Eine Fachjury hat Anfang Juli die Wettbewerbsbeiträge gesichtet, bewertet und empfohlen, die Arbeit des 1. Preisträgers Kraft.Raum. aus Krefeld als Grundlage für die weitere Bearbeitung und Qualifizierung des Wettbewerbsraumes zu nehmen. Im Stadtteil Heeren-Werve werden die Ergebnisse in einer Ausstellung bei Specht Küchen in den nächsten Wochen präsentiert.

Die Finanzierung der Gesamtmaßnahme ist gesichert. Die auf mehrere Jahre ausgelegte Realisierung aller im IHK beschriebenen Maßnahmen umfasst ca. 4,3 Millionen Euro. Das Land NRW beteiligt sich mit 3,5 Mio. Euro, so dass für die Stadt ein Eigenanteil von 800.000 Euro verbleibt.

Eine Aufwertung wird auch das Wohnquartier „Karl-Arnold-Straße/ Blumenstraße“ erhalten. Im Rahmen einer wissenschaftlich durchgeführten Vorstudie des Büros planlokal, Dortmund, erhielt das Freizeitzentrum Lüner Höhe eine zentrale Bedeutung im Sozialraum des Wohngebietes Lüner Höhe. Auf dieser Grundlage ist beabsichtigt, dass Freizeitzentrum in ein Bürgerhaus umzuwandeln. Um den Anforderungen an das Haus gerecht zu werden, sind umfangreiche Umbau, Erweiterungs- und Neubaumaßnahmen erforderlich, mit denen im Frühjahr begonnen wird. Unabhängig von den bevorstehenden Bautätigkeiten nahm ein Quartiermanager bereits erfolgreich seine Arbeit vor Ort auf.

Weitere Hochbaumaßnahmen betreffen das Bürgerhaus Methler und das Rathaus. So wird das Bürgerhaus Methler renoviert und mit der Erneuerung des Ratstraktes zum Bürgerratssaal begonnen.

Soweit die Projekte, die unsere Stadt in ihrer Außendarstellung verändern werden. Daneben gibt es einen umfangreichen Arbeitskatalog, den es zu bearbeiten gilt. Ich denke in diesem Zusammenhang an viele Projekte und Maßnahmen, die den Alltag, insbesondere den der Familien, erleichtern. So wird in Kooperation mit den Trägern der Kindertagesstätten eine komfortable Betreuung in den Kindergärten geschaffen, die dem Anspruch auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf zunehmend gerecht wird. Sie soll in diesem und in den kommenden Jahren weiter optimiert werden. Dies wird ebenfalls für die Betreuungssituation im Offenen Ganztag für den Primarbereich angestrebt. Von großer Bedeutung für städtisches Leben gilt seit jeher die Schul- und Sportlandschaft, die konzeptionell auch künftig stetige Optimierungen vorsieht. Neben der Stadtbücherei, die eine große Akzeptanz in der Bevölkerung besitzt und über ein vielfältiges Angebotsspektrum für jung und alt verfügt, ist die Musik- und Volkshochschule mit einem breit gefächerten Angebot ein Treffpunkt für Menschen aller Altersstufen. Auch hier sollen bestehende Strukturen erhalten und mit Augenmaß weiterentwickelt werden. Das Haus der Stadtgeschichte oder auch das vielfältige Kulturangebot in den Jugendzentren sowie in der Konzertaula sollen auch künftig Garanten für ein intaktes und familienfreundliches Stadtklima sein.

Mein Wunsch an Sie: Begleiten Sie die stadtspezifischen Prozesse - und wenn Sie mögen engagieren Sie sich für unsere Stadt. Die Möglichkeit dies zu tun ist vielschichtig.

Gern stehe ich Ihnen persönlich für ein Gespräch oder ergänzende Informationen zur Verfügung. Unabhängig davon helfen Ihnen selbstverständlich auch die zuständigen Fachbereiche der Stadtverwaltung. Sprechen Sie mit uns!

Ihr

Hermann Hupe