Stadt Kamen - Pressemitteilungen

20 Jahre Radstation und Eröffnung neues Radparkhaus

Kamen. Die fahrradfreundlichen Stadt Kamen setzt neue Impulse: Mit vielen prominenten Gästen feierten Stadt und die DasDies Service GmbH als Betreiberin am 5. Juli nicht nur den 20. Geburtstag der Radstation am Bahnhof. Die größte Radstation im Kreis Unna mit ihren rund 360 Parkplätzen hat jetzt auch noch eine unbemannte Filiale in der Kamener City: Direkt auf dem Willy-Brandt-Platz finden Radlerinnen und Radler ab sofort ein neues Radparkhaus mit rund 90 Plätzen. Sie parken in dem aufwendig umgebauten, ehemaligen Reisebüro direkt an der Fußgängerzone sicher, wettergeschützt und videoüberwacht. Täglich rund um die Uhr können registrierte Kunden per Chip und bald per Smartphone das Parkhaus nutzen. Den Zugangschip gibt es in der Radstation am Bahnhof, in der Stadtbücherei und im Kundenzentrum der fahrtwind-Servicezentrale.


Bürgermeisterin Elke Kappen wies darauf: Mit der Radstation seien Stadt und die AWO-Tochter DasDies bereits lange vor anderen Kommunen durchgestartet. Heute sei die Radstation ein „unverzichtbares Kernelement“ in dem vielseitigen Bus-, Bahn- und Mobilitätsangebot des Kamener Bahnhofes. Kappen: „Auch wenn es offiziell noch nicht so getauft ist, unser Bahnhofsquartier erfüllt heute bereits die Anforderungen einer großen Mobilstationen. Freude am Fahren mit dem Verkehrsmittel der eigenen Wahl, dazu mit modernster Technik – darauf können wir stolz sein!“ Das neue Radparkhaus in der Innenstadt zeige, dass die Stadt in dem Engagement für eine fahrrad- und klimafreundliche Mobilität nicht nachlasse, sagte die Bürgermeisterin. Bei diesem Kurs bleibe die Stadt auch nicht im Zentrum: Die Aufwertung von Haltepunkten z.B. in Methler oder an der Südkamener Straße stünden schon in der Agenda.


Hartmut Ganzke, Vorsitzender des AWO Unterbezirkes Ruhr-Lippe-Ems, wies darauf hin: Mit dem Auf- und Ausbau der Radstationen und Radparkhäuser im Kreis leiste die AWO-Tochter nicht nur einen Service für inzwischen 17.000 Stammkunden. Die Radstationen blieben weiter Eckpfeiler im sozialen Arbeitsmarkt. Sie bieten hochqualifizierte Arbeitsplätze für 21 Festangestellte, die bis auf zwei Ausnahmen zuvor langzeitarbeitslos waren. Zwei Drittel sind Menschen mit Behinderungen, die sich heute nicht nur um die Kunden, sondern zusätzlich um weitere 20 Menschen kümmern, die über Bildung und Beschäftigung ihren Weg aus der Arbeitslosigkeit suchen.


Landrat Michael Makiolla gratulierte der Stadt und der AWO-Tochter DasDies, dass sie die Radstationen „als unverzichtbare Serviceknoten auf Touren gebracht haben.“ Das Netz der Radstationen sei der Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung der zentralen Verkehrsknoten des Kreises als Mobilstationen. „Flexibel UNterwegs im Kreis Unna“ – dafür werde der Kreis mit vielen Partner ein modernstes Angebot für komfortable und klimafreundliche Mobilität schaffen. Als Paradebeispiel, wie eine Kommune zusammen mit Kreis und Betreiberin einen „Aufbruch Fahrrad“ gestalte, wertete Thomas Semmelmann, Landesvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs, die Kamener Investitionen: „Fahrradfreundlichkeit gehört hier zur städtischen Politik.“ Semmelmann kündigte auch an: Die in den Radstationen des Kreises Unna entwickelte Servicequalität werde der ADFC als Inhaber der Marke Radstation auch zum Maßstab für andere Stationen machen, die das Siegel bisher tragen.