Stadt Kamen - Pressemitteilungen

Gemeinschaftsunterkunft „Dortmunder Allee“ wird geschlossen

Kamen, 02.02.2018, Pressemitteilung 017/18;

Kamen. Auf Grund der stark gesunkenen Belegungszahlen in den Gemeinschaftsunterkünften soll die städtische Gemeinschaftsunterkunft an der Dortmunder Allee 6 zum 31. März geschlossen werden.

Sowohl nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz NRW als auch der Ausländerwohnsitzregelungsverordnung NRW hat die Stadt Kamen ihre Belegungsquoten übererfüllt, so dass zurzeit nicht mit weiteren Zuweisungen gerechnet werden muss. Die zunächst vom DRK für das Land NRW betriebene Aufnahmeeinrichtung in der ehemaligen Polizeikaserne wurde dann ab dem 01.04.2016, ein halbes Jahr vor dem Höhepunkt der Aufnahme von Flüchtlingen in Kamen, von der Stadt Kamen als Unterkunft für zugewiesene Flüchtlinge betrieben. Das vom Land NRW mietzinsfrei zur Verfügung gestellte Objekt war in Spitzenzeiten mit bis zu 140 Personen belegt, die in den beiden großen Häusern und dem Sanitätshaus der Polizeikaserne untergebracht wurden. Vor diesem Hintergrund wird der Vertrag mit dem Land, der bis zum 31. März 2018 läuft, nicht verlängert.

Zurzeit beherbergt die Stadt Kamen insgesamt 481 Flüchtlinge in Wohnungen und Gemeinschaftsunterkünften. Davon sind 156 Flüchtlinge im Asylverfahren, 67 Geduldete und 258 Anerkannte. Von den 481 Flüchtlingen sind 327 Personen in 70 Wohnungen untergebracht.

An der Dortmunder Allee lebten bis zum Schluss 34 Flüchtlinge, die jetzt in angemietete Wohnungen oder die Gemeinschaftsunterkunft im „Mausegatt“ umgezogen sind. Dort lag die Auslastung bei rund 50%, so dass an diesem Standort ausreichende Kapazitäten für die Unterbringung der Flüchtlinge vorhanden waren. „Besonders den privaten Vermietern und den Wohnungsbaugesellschaften, die Wohnraum für die Flüchtlinge zur Verfügung gestellt haben, muss an dieser Stelle ausdrücklich gedankt werden“, so die für Flüchtlingsfragen zuständige 1. Beigeordnete Elke Kappen.

Bis Ende Februar fanden im eigens dazu hergerichteten Schulungsraum des Sanitätshauses an der Dortmunder Allee noch Sprachkurse der VHS für Flüchtlinge statt. Nach Beendigung der laufenden Kurse werden diese ab dem 01. Februar in den Räumen der VHS neu angeboten. Die an der Dortmunder Allee noch eingelagerten Kleidungsstücke werden von der Initiative EntrA übernommen, die gut erhaltenen Betten und sonstigen Einrichtungsgegenstände werden zur weiteren Verwendung durch die Stadt eingelagert bzw. anderen Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Bürgermeister Hermann Hupe dankte in diesem Zusammenhang den Initiativen Pro Mensch und EntrA für ihre geleistete Arbeit. Beide Initiativen hätten sich in viele Belange der Flüchtlingsarbeit eingebracht und eine hervorragende Betreuung der geflüchteten Menschen gewährleistet, die von vielen ehrenamtlich Tätigen fortgesetzt werde.

Perspektivisch möchte die Verwaltung auf dem 1,4 Hektar großen Gelände Mietwohnungsbau anbieten. Ein Wohngebiet, das sich gut in die vorhandenen Strukturen anpassen  würde. Außerdem wird die Anbindung an die Bahn bzw. die Hauptverkehrsachsen A 1 und 2 als hervorragend eingestuft. „Wir sind auf einem guten Weg, diese Vorstellungen realisieren zu können“, so Hupe. Mit ersten Ergebnissen wird in den kommenden Monaten gerechnet.