Freizeit-, Wohn- und Technologiepark Kamen

Die Stadt Kamen hat mit dem Projekt Freizeit-, Wohn- und Technologiepark Kamen 1989 ein ehrgeiziges Vorhaben in die Internationale Bauausstellung Emscherpark eingebracht. Die Reaktivierung der ca. 34 ha großen, innenstadtnahen Zechenbrache ist eines der bedeutendsten Stadterneuerungsprojekte in den 90er Jahren.
Wohnen, Arbeiten, Freizeit - und das alles in einem Park: Diese sonst oft getrennten Funktionen verbindet der "Freizeit-, Wohn- und Technologiepark Kamen".
Den neuen Nutzungen und der Gestaltung der ehemaligen Schachtanlage Grillo I/II der Zeche Monopol liegt ein integriertes Entwicklungskonzept zugrunde.
Innovatives Gründer- und Technologiezentrum

Im zentralen Bereich des Parks sind ein Gründer- und ein Technologiezentrum für neue Arbeitsplätze in zukunftsweisenden Branchen entstanden.
Die umgebauten, ehemaligen Verwaltungsgebäude der Zeche beherbergen das Technologiezentrum, das rd. 2.400 qm Büro- und Serviceflächen für die Ansiedlung von technologieorientierten Unternehmen anbietet. Mit Eröffnung des Gründerzentrums im Herbst 2001 wurde das Angebotsspektrum für betriebliche Existenzgründer qualitativ und quantitativ erweitert: neben flexiblen Büroeinheiten stehen nun auch multifunktionale Werkstatt-, Labor- und Lagerflächen inkl. Büros und Sozialräumen als separate Mieteinheiten zur Verfügung.
Alles aus einer Hand - mit diesem Motto hat sich die TECHNOPARK KAMEN GmbH als Dienstleister etabliert und speziell auf Existenzgründer und technologieorientierte Unternehmen hin ausgerichtete Dienstleistungsangebote entwickelt, die den Start in die Selbständigkeit beschleunigen.
Das Gründer- sowie das Technologiezentrum und der angrenzende Technologiepark sind Beispiele für die wirtschaftsstrukturelle Entwicklung Kamens mit Perspektiven für die Zukunft - auch für Ihr Unternehmen!
Gartenstadt Seseke-Aue
Entlang der Seseke, die in den nächsten Jahren renaturiert wird, entsteht ein attraktiver Grünbereich, der als Naherholungsgebiet mit Fuß- und Radwegen ausgebaut wird. Östlich angrenzend ist in einem ca. 10,5 ha großen Teilbereich der ehemaligen Zechenbrache Monopol ein neues, stadtnahes und außergewöhnliches Wohngebiet mit ca. 260 Wohnungen entstanden, die Gartenstadt Seseke-Aue.
Träger der Wohnungsbaumaßnahme sind die Stadt Kamen, der Hellweger Bauträger, die Unnaer Kreis-, Bau- und Siedlungsgesellschaft sowie die Wohnungsbaugenossenschaft Lünen, die sich für dieses Projekt zur Investorengemeinschaft Gartenstadt Seseke-Aue zusammengeschlossen haben.
Das besondere Interesse aller Verfahrensbeteiligten bestand darin, den Wohnungsbau als städtebaulich geschlossene Maßnahme, als "Siedlung aus einem Guss" zu entwickeln und zu realisieren. Die neue Wohnsiedlung soll an die hohen Qualitäten der historischen Vorbilder des gartenstädtischen Siedlungsbaues in der Region anknüpfen. Das städtebauliche Gesamtkonzept, die Architektur, das ökologische Bauen, die Gestaltung der Grün- und Freibereiche sowie der sozialen Einrichtungen und Angeboten wurden hierauf ausgerichtet.
Das Projekt Gartenstadt Seseke-Aue wurde 1992 als Modellvorhaben in das Forschungsprogramm experimenteller Wohnungs- und Städtebau (EXWoSt) des Bundesministeriums für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau aufgenommen und mit öffentlichen Mitteln des Landes gefördert.
Im Rahmen des Wohnungsbauvorhabens entstanden in ökologischer und umweltverträglicher Bauweise Mehrfamilien-, sowie Einfamilien-, Doppel- und Reihenhausbebauung.
Das innovative Konzept wurde erfolgreich umgesetzt. Im März 1998 beteiligte sich die Stadt Kamen an dem Landeswettbewerb "Nachhaltige Stadtentwicklungsprojekte", den das Nordrhein-Westfälische Städtebauministerium, die Stadt Bonn und die Agenda-Transferstelle ausgeschrieben hatten.
Ressourcenschonende Stadtentwicklungsprojekte waren gefragt. Das Kamener Projekt wurde als eines der 18 Besten ausgezeichnet und als "nachhaltig, einfallsreich und ambitioniert" bewertet.