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Fußgänger spazieren auf einer ehemaligen Zechenbahntrasse
Ein Rad-/Fußweg nahe des TechoParks. Im Hintergrund der Förderturm der ehem. Zeche Monopol

Rad- & Wanderwege


Kamen besitzt aufgrund der räumlichen Lage und der Topographie für Radfahrer sowohl im Freizeitverkehr aber auch für tägliche Fahrten eine besondere Qualität. Große Freiräume mit gut ausgebauten und autofreien Wirtschaftswegen bieten Freizeitradlern ein Vielzahl von Routenmöglichkeiten im Stadtgebiet. Es gibt 9 beschilderte Rundfahrten zwischen 9 und 15 km Länge. Kurze Entfernungen in das Stadtzentrum und zwischen den Ortsteilen sind ideal für Fahrten mit dem Fahrrad.

Zwischen Münsterland und Ruhrgebiet gelegen ist Kamen auch ein idealer Ausgangspunkt für Radtouren über das Stadtgebiet hinaus. Am Bahnhof Kamen beginnt z. B. der Ermscher-Park-Radweg, der quer durch das Ruhrgebiet bis nach Duisburg verläuft. Andere Themenrouten, wie die  "100-Schlösser-Route" oder die Römerroute sind von Kamen aus erreichbar.

Über 55 km Radverkehrsanlagen, ergänzt durch Wirtschaftswege, bilden das Radwegenetz der Stadt Kamen. Das Rückrad des Radwegenetzes sind dabei die beiden ehemaligen Zechenbahntrassen, die von Nord nach Süd das Stadtgebiet durchqueren. Die östliche Trasse verläuft vom nördlichsten Punkt des Kamener Innenstadtgebietes an der östlichen Peripherie der Bebauung vorbei in Richtung Heeren-Werve bis nach Unna. Der westliche Ast der Radwegetrasse führt, vom gleichen Standort ausgehend, quer durch den Kamener Westen und erschließt die Sport- und Freizeitmöglichkeiten im Hemsack und Am Schwimmbad.

Dort, wo noch vor wenigen Jahren Güterverkehr der Zeche Monopol sichtbarer Zeuge bergbaulicher Aktivitäten in Kamen war, entstand nach der Nordwanderung des Bergbaus und nach Aufgabe des Förderstandortes Kamen eine Industriebrache mit großzügigen Entwicklungschancen. Diese Chancen sind genutzt worden.

Die Trasse hat nicht nur Bedeutung für Freizeit- und Erholungsfunktion, sie führt nicht nur fernab jeglichen Kraftfahrzeugverkehrs überwiegend kreuzungsfrei zu Schulen, zu den Arbeitsplätzen und zu Einkaufsbereichen, sie bildet auch ein wichtiges ökologisches Vernetzungselement zwischen noch weitgehend ungestörten Naturbereichen.



Auch eine weitere Hinterlassenschaft aus der Bergbauzeit bietet heute Entwicklungspotential für den Radverkehr. Die offenen Wasserläufe in Kamen, jahrzehntelang als Abwassersammler genutzt, führen bald nur noch sauberes Wasser. Durch den Bau von Kläranlagen in Dortmund, Bönen und Kamen sowie parallelen Auffangkanälen kann nun das Schmutzwasser getrennt abgeleitet werden. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die in den nächsten Jahren anstehende ökologische Umgestaltung der offenen Wasserläufe in Kamen.

Im Rahmen dieser Umgestaltung besteht die Chance entlang der Wasserläufe neu Radwege anzulegen. Ein bereits fertiggestelltes Beispiel ist der Massener Bach mit dem neuen Radweg von Unna bis Südkarren. Vielleicht haben Radfahrer in Zukunft die Möglichkeit entlang einer ökologisch umgestalteten Seseke, abseits der Straßen und nahezu kreuzungsfrei, von Heeren bis in die Kamener Innenstadt zu fahren.

In den vergangenen Jahren wurde der Radverkehr in Kamen durch eine Vielzahl von Maßnahmen gefördert. So wurden u.a.:

Zahlreiche Querungshilfen eingerichtet
Neue Radwege, Schutzstreifen u.ä. angelegt
Eine Vielzahl von qualitativen Abstellplätzen für Radfahrer im Stadtgebiet eingerichtet
bewachte Radstationen mit spezif. Serviceleistungen für Radfahrer am Bahnhof Kamen sowie am Haltepunkt Methler errichtet
Barrieren im Radwegenetz abgebaut
Flächendeckend Tempo 30 Zonen (über 70 km) ausgewiesen, wodurch abseits der Hauptverkehrsstraßen die Sicherheit der Radfahrer erhöht wurde
Einmündungen und Kreuzungen fahrradfreundlich umgestaltet

Durch weitere Maßnahmen wird der Radverkehr in Kamen auch zukünftig gefördert werden.

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